Julian Autenrieth und Matti Cipra sind Junioren-Vizeweltmeister im 470er

05.08.2013

Der Augsburger Julian Autenrieth (Bayerischer Yacht-Club) und Matti Cipra (Yacht-Club Wismar) sind Junioren-Vizeweltmeister in der olympischen 470er-Klasse. Das bayerisch-mecklenburgische Duo ging schon an dritter Stelle in das entscheidende Medal-Race am Samstagvormittag. Mit einem dritten Platz in diesem Lauf verbesserten sie sich noch einmal um einen Rang und holten die Silbermedaille.

59 Teams waren in La Rochelle am Atlantik in der Herren-Gruppe am Start. Junioren-Weltmeister wurden die Spanier Jordi Xammar und Joan Herp. Auch bei den Damen segelte ein deutsches Team in die Medaillenränge: Nadine Böhm und Karolin Goltzer (DTYC Tutzing) wurden Dritte.

Es der bisher größte Erfolg für Julian Autenrieth im 470er. Im Januar 2007 gewann der heute 21-jährige die Weltmeisterschaft der Jüngstenklasse Optimist. Auf dem 470er segelt er sonst eine Olympia-Kampagne mit seinem Bruder Philipp. Doch der ist ein gutes Jahr älter als Julian und somit nicht mehr startberechtigt bei den 470er-Junioren. Julian hat sich daher mit einem „alten“ Konkurrenten aus den Optimist-Zeiten für die Junioren-WM zusammengetan. Nur etwa zehn Tage konnten die beiden miteinander vor der JWM trainieren. Denn auf dem 470er ist in den Spitzenfeldern die Abstimmung im Team sehr wichtig. Schon in der Qualifikationsrunde waren Autenrieth/Cipra gut unterwegs. Mit der Serie 3-3-5-3-10 kamen sie im Zwischenstand auf Rang fünf. Damit waren sie mühelos für die Gold-Fleet qualifiziert. Sechs Rennen wurden da an zwei Tagen gesegelt. Vor allem am zweiten Tag drehten die beiden auf. Ein Tagessieg und ein zweiter Platz standen am Ende auf der Liste. Als Drittplatzierte gingen sie in das doppelt gewertete Medal-Race. „Wir wollen unser eigenes Ding segeln“, hatte Julian am Abend zuvor noch gesagt. Nach einem verhaltenen Start holten sie in dem kurzen Rennen bis auf Rang drei auf. Dieser Platz reichte ihnen, um die Silbermedaille zu holen. 

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